Die Entstehung des Welser Nachtwächters:

Als mich im November 2007 unser Kulturamt anrief und mich fragte, ob ich mir vorstellen könnte in Wels einen Nachtwächter ins Leben zu rufen, überlegte ich nur kurz und sagte sofort zu.

Die anschließenden Wochen zog ich mich sozusagen in die „alte Zeit“ zurück. Es war eine Zeit des Lernens, Suchens und Informierens über unendlich viele Themen. Die Besorgung der Ausrüstung, die verschiedenen Möglichkeiten der Wegrouten durch die Stadt, die Zeiteinteilung, die Plätze der besten Wirkungen usw.
Unter Mithilfe der Damen und Herren des Stadtarchivs, die mich auch mit Geschichten aus Wels und Umgebung belieferten und der Terminorganisation des Touristenbüros entstand bald darauf mein erstes Konzept.
Im Sommer 2008 bekam ich bedingt durch die starke Nachfrage zwei Kolleginnen und Kollegen, die mir treu zur Seite stehen und ebenso geschichtskundig und sagenreich die Nachtwächterei betreiben.

Sozusagen „aus dem Nachtwächter heraus“ entsteht nun dauernd Neues, wie z.B. meine Sagenreise in die Geschichte und Vergangenheit, meine Mond- und Nachtwanderungen mit Druidengeschichten und Liedern der Kelten über Liebe und Spiritualität.
Ich sehe all das auch als meine eigene Geist- und Erfahrungsreise in die Herzen und Gefühle meiner Freunde und der vielen Kinder und Menschen, die mich begleiten.
Ich wünsche mir, dass mich dieser Weg weiterführt und ich dadurch wie bisher immer wieder das größte Geschenk und die tiefste Einsicht des Lebens bekomme, nämlich die Erfahrung der Freundschaft, des Austauschs und der Kommunikation der menschlichen Seele.